Goslarer Nazis bei „Europa erwache“-Demo in Dortmund & rechte Pyro-Aktion vor Kaiserpfalz

Rund 600 Neonazis aus ganz Europa versammelten sich am Samstag den 14.04.18 zu einem Aufmarsch unter dem Motto „Europa erwache“ in Dortmund. An der Demonstration, die von der neonazistischen Kleinstpartei „Die Rechte“ organisiert wurde, beteiligten sich auch einige Goslarer Neonazis mit einem eigenen Transparent, welches für den „Tag der deutschen Zukunft“ warb. Zur Reisegruppe aus Goslar gehörten unter anderem Joost Nolte, Dominik Brandes, Felix Wolf, Jan Derks, Joachim Hedermann und Cindy Kollwer. 

 Fotos der Demonstration finden sich unter:

  • https://exif-recherche.org/?envira=14-04-2018-europa-erwache-dortmund
  • https://www.flickr.com/photos/soerenkohlhuber/albums/72157667856968048
  • https://www.flickr.com/photos/korallenherz/albums/72157692513149212

 

Banneraktion vor der Goslarer Kaiserpfalz und rechte Propaganda im Straßenbild

Ebenfalls am 14.04.18 versammelten sich in den späten Abendstunden rund 15 Neonazis, die dem Kreisverband „Süd-Ost-Niedersachsen“ der neonazistischen Kleinstpartei „Die Rechte“ (ehemals „Kollektiv Nordharz“) zuzuordnen sind, vor der Kaiserpfalz in Goslar und posierten mit einem knapp 15 Meter langem Transparent und drei Bengalischen Lichtern für ein Foto, welches kurz darauf über die Facebookseite der „TddZ“-Kampagne verbreitet wurde. Im Nachgang behaupteten die Nazis, dass diese Aktion eine spontane Reaktion auf eine Schlägerei zwischen mehreren Personen auf dem Goslarer Jakobikirchhof gewesen sei, in deren Verlauf eine Person durch Messerstiche schwer verletzt wurde. Die Beteiligten stammen laut Angaben der Polizei aus Syrien (Quelle: https://live.goslarsche.de/post/view/5ad4aead2dfd0476562f3da2/Goslar/20-Jaehriger-vorlaeufig-festgenommen).

Darüber hinaus tauchen in den vergangenen Tagen im gesamten Goslarer Stadtgebiet und Landkreis wieder vermehrt Mobimaterialen für den „TddZ“ auf und Unbekannte schmierten in einer Goslarer Unterführung den Schriftzug „Ausländer raus – Messerstecher stoppen“.

Erneute Mobilisierungstour für den „Tag der deutschen Zukunft“

Am vergangenen Samstag, den 07.04.18, planten die Jungen Nationalisten (JN) in Braunschweig eine Mobilisierungsdemonstration für den „10. Tag der deutschen Zukunft“. Die ursprüngliche geplante Route vom Braunschweiger Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt wurden den Nazis bereits früh untersagt, so dass sie sich mit einer Standkundgebung auf dem westlichen Bahnhofsparkplatz zufrieden geben mussten. Ebenfalls für den selben Tag meldeten die JNler eine Kundgebung am Bahnhof in Salzgitter Bad an, welche trotz einem anfänglichen Verbot durch die Stadt Salzgitter doch noch stattfinden durfte.

Starker Gegenprotest

Bereits ab 9:00 Uhr regte sich in Braunschweig der Protest gegen die geplante Kundgebung, sowie gegen den zeitgleich stattfindenden AfD-Landesparteitag in der Stadthalle. Gegen 11.00 Uhr setzte sich ein Protestmarsch von hunderten Antifaschist*innen verschiedener Gruppierungen und Parteien von der Stadthalle in Richtung Bahnhof in Bewegung, um auf Höhe der Volksbank gegen die TddZ-Kundgebung zu protestieren, welche ab 12:00 Uhr stattfinden sollte. Jedoch ließen die Rechtsradikalen rund eine Stunde auf sich warten. Erst um 12:03 Uhr verließ ein knappes Dutzend Anhänger mit einem Zug den Goslarer Bahnhof, um über Salzgitter-Ringelheim und Salzgitter-Bad nach Braunschweig zu reisen. Ungefähr zeitgleich filmten zwei Anti-Antifa-Aktivisiten minutenlang die Gegendemo, bis sie schlussendlich von der anwesenden Polizei zum Verlassen des Bereiches aufgefordert worden.
Protest gegen den AfD-Landesparteitag und die Nazikundgebung für den „TddZ“ [Quelle: https://www.flickr.com/photos/afnpnds/27433048298/in/album-72157665514015067/]
Als sie rund eine Stunde später (gegen 13:00 Uhr) in Braunschweig an ihrem Kundgebungort ankamen, bauten sich die 20 Nazis aus den Strukturen der JN, NPD und Die Rechte mit einem Fahnenspalier, dem TddZ-Banner und einer Lautsprecherbox auf. Redebeiträge leisteten während der knapp halbstündigen Kundgebung Sebastian Weigler, Benjamin Krüger und Joost Nolte. Insbesondere die letzten beiden Redner fielen durch mehrere grammatikalische Verwirrungen auf. Darüber hinaus gab Nolte, neben den üblichen rechten Phrasen und Untergangsszenarien, auch eine persönliche Anekdote über Weichspüler und deutsche Rentner zum Besten.
Kundgebung der Nazis auf dem Parklatz des Braunschweiger Hauptbahnhofs
[Quelle: https://www.flickr.com/photos/afnpnds/41262653522/in/album-72157665514015067/]

 Weitere Stationen der „Tour“: Salzgitter-Bad und Goslar

Im Anschluss reisten die Nazis per Zug nach Salzgitter-Bad, wo sie bereits von rund 250 Gegendemonstrant*innen empfangen wurden. Auf Grund von Unzufriedenheit über den vorgesehenen Kundgebungsort – einen durch Gitter abgesperrten Bereich zwischen Bahnsteig und Parkplatz – traten sie ihre Veranstaltung nicht an und warteten stattdessen auf den nächsten Zug, um nach Goslar zu reisen. 
Nach einiger Besprechungszeit traten die Nazis ihre Kundgebung in Salzgitter-Bad nicht an
[Quelle: https://www.flickr.com/photos/afnpnds/41305644511/in/album-72157665514279697/]
 Dort wurde ihnen, nach einiger Verhandlungszeit mit der Polizei, eine einstündige Kundgebung vor dem alten Standesamt in der Rosentorstraße erlaubt. Als Redner traten wieder Joost Nolte und Benjamin Krüger an das Mikrofon. Nolte redete sich teilweise in Rage über Themen wie Meinungsfreiheit. Dabei wurden ihm jedoch mehrfach durch vorbeiziehende Passanten ablehnende Kommentare entgegengebracht und ein älterer Herr unterbrach ihn in seiner Rede, worauf Nolte seine Rede beendete. Benjamin Krüger erwähnte bereits zu Beginn seiner Rede die Parole „Deutschland den Deutschen“, woraufhin er durch die anwesenden Polizisten ermahnt wurde.
Nach rund 30 Minuten beendeten die Nazis auch in Goslar ihre Kundgebung
[Quelle: https://www.flickr.com/photos/afnpnds/40592193304/in/album-72157665514279697/]
Im weiteren Verlauf thematisierte er, wie auch bereits zuvor Nolte, die Amokfahrt in Münster und forderte seine Kameraden und die anwesenden Passanten zu einer Schweigeminute auf. Als ein Fußgänger die Nazis lautstark darauf hinwies, dass ihre Schweigeminute nur 30 Sekunden ging, beleidigte Krüger diesen u.a. mit den Worten „Wenn deine Familie umgebracht wird, wenn deine Familie auf dem Marktplatz enthauptet wird, dann werde ich daneben stehen und klatschen.“ Der Passant wandte sich daraufhin direkt an die umstehenden Polizisten und erstattete Anzeige.

Fazit

Kurz darauf beendeten die Nazis nach rund 30 Minuten auch diese Kundgebung und erhielten seitens der Polizei ein niedersachsenweites Versammlungsverbot für den restlichen Tag.
Unter den Teilnehmern dieser Kundgebungstour befanden sich u.a. Joost Nolte, Carsten Dicty, Rene Grahn, Felix Wolf, Laura Punthöler, Jan Derks, Michael Pollock, Eric Bosse, Tim Hoefner, Felix Hauschild, Patrick Weist, Christoph Mohldenke, Dominik Brandes, Benjamin Krüger, Martin Schüttpelz, Sebastian Weigler, Michael Müller und Pierre Bauer.
Wie bereits im vergangenen August (als die Nazis des Kollektiv Nordharz mit einer Kundgebungstour durch Goslar, Vienenburg und Wolfenbüttel versuchten für den TddZ 2018 zu werben) gelang es den Nazis des TddZ-Orgateams erneut nicht, größere Mengen an Menschen mit ihrer Propaganda zu erreichen. In Braunschweig erreichten die Reden durch die räumlichen Gegebenheiten kaum Außenstehende und auch in Goslar stießen sie auf überwiegende Ablehnung. 
Auch die zahlreichen Facebook-Livestreams, gefilmt durch Jan Derks, waren nicht unbedingt förderlich für das Anliegen der Nazis, zeigten sie doch vor allem die holprigen Reden und die wütenden Reaktionen der Goslarer Bevölkerung auf die Kundgebung der Nazis in der Fußgängerzone. 
Fotos der Kundgebungs-Tour findet ihr bei Recherche Nord und dem Antifaschistischen Nachrichtenportal Niedersachsen:
  • https://www.recherche-nord.com/gallery/2018.04.07.html
  • https://www.flickr.com/photos/afnpnds/sets/72157665514279697
  • https://www.flickr.com/photos/afnpnds/sets/72157665514015067

Flashmob der „Identitären Bewegung Harz“ in Goslar

Rund 20 Personen der sogenannten „Identitären Bewegung Harz“ versammelten sich am Karfreitag, den 30.03.2018, auf dem Goslarer Marktplatz zu einer „Flashmob“-Aktion. Während eine Handvoll „Identitäre“, darunter die ehemaligen JN-Aktivisten Michele Kurth aus Wernigerode und Michael Machner aus Wasserleben, ausgestattet mit Fahne und Megafon, direkt am Marktbrunnen einen kurzen Redebeitrag hielten, in dem sie gegen eine vermeintliche „Überfremdung und Invasion“ durch Geflüchtete in Deutschland und Europa hetzten, versuchten weitere Aktivisten Flyer an anwesende Passanten zu verteilen. Zudem positionierte die Gruppe mehrere „Aufpasser“ an den Zugängen zum Marktplatz. Nach der rund zehnminütigen Aktion folgte eine Kontrolle durch die Polizei. Ob die unangemeldete Veranstaltung rechtliche Konsequenzen haben wird, ist aktuell nicht bekannt.
Die „Identitären“ am Goslarer Marktbrunnen: Links mit Megaphon Michele Kurth, daneben am Verlesen der Rede Michael Machner.

Die Versammlung war die erste öffentliche Aktion der faschistischen Gruppe in Goslar. In den Wochen zuvor hatten die „Identitären“ bereits Flyer und Plakate im Stadtgebiet verteilt. 

Weitere Infos über die „Identitäre Bewegung Harz“ findet ihr unter:

https://de-de.facebook.com/ibharzwatch/

http://harzinfo.blogsport.de/

Rechte Kundgebung in Goslar und Goslarer Neonazis in Dessau

Rechte Kundgebung gegen Veranstaltung des „Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus“

Am vergangenen Mittwoch, den 14.03.2018, versammelten sich ab 17:00 Uhr unter dem Motto „Miteinander reden, statt übereinander – Dialog statt Redeverbot“ 20 Neonazis auf dem Goslarer Osterfeld am Rande der Altstadt. Hintergrund der Kundgebung war eine Veranstaltung des Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus in Kooperation mit der Goslarschen Zeitung gegen den „Tag der deutschen Zukunft“ 2018, welche ab 19:00 Uhr im gegenüber gelegenen Lindenhof stattfand. 
Bereits in der Vergangenheit versuchten Goslarer Neonazis erfolglos gegen Veranstaltungen des Bündnisses zu intervenieren. Die Versuche, auf die Veranstaltungen zu gelangen bzw. diese zu stören, endeten jedes Mal mit Platzverweisen für die Nazis.
Als Anmelder der Veranstaltung fungierte, wie bereits in der Vergangenheit, der Goslarer Carsten Dicty. Den Rechten wurde für ihre Kundgebung und einen eigens aufgebauten Infostand ein abgesperrtes Areal auf dem Osterfeld in Hör- und Sichtweite des Lindenhofs zugestanden. Neben Neonazis des „Großkreisverbandes Süd-Ost-Niedersachsen“ der Partei „Die Rechte“ und deren Landesvorsitzenden nahmen auch einige Mitglieder der „Jungen Nationalisten Braunschweig“ und „Goslar wehrt sich 2.0“ am rund 2.5 stündigen Geschehen teil. Trotz der eigenen Darstellung in den sozialen Medien, konnten die Nazis mit ihrer Kundgebung kaum Menschen erreichen und auch die „wohlwollenden Bürger“, von denen im Nachgang seitens der Nazis die Rede war, waren lediglich vier Menschen aus dem Umfeld der Gruppierung „Goslar wehrt sich 2.0“.
Anmelder Carsten Dicty in inniger Umarmung mit Pierre Bauer (Quelle: https://www.flickr.com/photos/afnpnds/40814396381/in/album-72157694496757165/)
Redebeiträge hielten neben Joost Nolte auch Holger Niemann und Benjamin Krüger. Jedoch waren die Reden, wenn überhaupt, nur bruchstückhaft vor dem Lindenhof zu hören. Neben einem Fahnenspalier und gelegentlichen Musikbeiträgen verstrich die Kundgebung ereignislos. Kurz vor Beginn der Bündnis-Veranstaltung erreichte eine Demo der Partei „Die Partei“ Goslar mit rund einem Dutzend Teilnehmer*innen den Lindenhof. Währenddessen hielt sich im Lindenhof eine Person aus dem rechten Spektrum auf, welche mit einer Perücke verkleidet versuchte, der Veranstaltung beizuwohnen. Als die Nazis um 19:20 Uhr ihre Kundgebung beendeten, verließ diese ebenfalls den Lindenhof und lief, nun ohne Perücke, zu ihren Gesinnungsgenossen auf dem Osterfeld.
Kundgebung der Partei „Die Rechte“ auf dem Goslarer Osterfeld (Quelle: https://www.flickr.com/photos/afnpnds/40772398842/in/album-72157694496757165/)
Unter den Teilnehmer*innen der Kundgebungen befanden sich u.a. Joost Nolte, Carsten Dicty, Holger Niemann, Christoph Moldehnke, Dieter Riefling, Dominik Brandes, Ulf Ringleb, Florian Kaempf, Benjamin Krüger, Stefan Reisel, Andre Zerraste, Pierre Bauer, Martin Schüttpelz, Sebastian Weigler und Julian Reinecke.
Fotos der Kundgebung findet ihr unter:
  • https://www.flickr.com/photos/afnpnds/albums/72157694496757165
  • https://www.recherche-nord.com/gallery/2018.03.14.html

 

Teilnahme Goslarer Nazis an rechter Demonstration in Dessau

Bereits einige Tage später nahmen mehrere Nazis aus den Strukturen des „Großkreisverbandes Süd-Ost-Niedersachsen“ der Partei „Die Rechte“ an einer Demonstration in Dessau teil. 
Hintergrund dieser Demonstration war die Bombardierung der Stadt im Jahr 1945, welche Faschisten bereits seit einigen Jahren in geschichtsrevisionistischer Manier verklären und für ihre Zwecke nutzen.
Die Goslarer Reisegruppe in Dessau: Nolte, Bosse und Derks (Quelle: https://www.flickr.com/photos/presseservice_rathenow/39968770125/in/album-72157693838356624/)
Unter den Teilnehmern aus der Harz-Region befanden sich u.a. Joost Nolte, Jan Derks, Erik Bosse, sowie Dieter Riefling aus Hildesheim. Wie auch schon bei thematisch ähnlichen Veranstaltungen, führten die Nazis auch dieses Mal wieder ein Banner mit der Aufschrift „Ein Volk, das seine Toten nicht ehrt, ist seiner Zukunft nicht wert“ mit sich. Fahnen mit „Nordharz“-Schriftzug wurden während der Demo hingegen von Rechtsextremen aus Sachsen-Anhalt getragen.
(Quelle: https://www.flickr.com/photos/presseservice_rathenow/40154038924/in/album-72157693838356624/)

Weitere Fotos der Demonstration findet ihr unter:

  • https://www.flickr.com/photos/presseservice_rathenow/albums/72157693838356624

Goslarer Nazis in Peine, Dresden, Bulgarien und Lingen

„Großdemonstration“ in Peine

Am Samstag den 03.02.2018 beteiligten sich die Goslarer Neonazis Joost Nolte, Dominik Brandes und Christoph Moldehnke an einer im Vorfeld als bundesweite „Großdemonstration“ beworbenen Versammlung der „Patrioten Niedersachsen“ in Peine, zu der letztendlich nur rund 90 Anhänger verschiedener rechter Gruppierungen kamen. Mit dabei hatte die Goslarer Reisegruppe auch wieder ihr Mobilisierungsbanner für den „Tag der deutschen Zukunft“ in Goslar.
Quelle: http://www.recherche-nord.com/gallery/img/gallery/2018.02.03/001.jpg
Quelle: https://www.flickr.com/photos/afnpnds/25196489757/in/album-72157665372290238/

 „Gedenkmarsch“ in Dresden

Anlässlich des Jahrestags der alliierten Luftangriffe auf die Stadt Dresden vor 73 Jahren versammelten sich am Samstag den 10.02.18 rund 600 Neonazis zu einem jährlich stattfindenden „Gedenkmarsch“, um in geschichtsrevisionistischer Manier die Bombardierung Dresdens durch die Alliierten zu verklären. An dem „Gedenkmarsch“, der von massiven Gegenprotesten begleitet wurde, beteiligte sich auch die Neonazis Carsten DictyJoost Nolte, Ulf Ringleb, Florian Kaempf, Dominik Brandes, Felix Wolf, Tassilo Böttcher, Erik Bosse und Dieter Riefling vom Kreisverband Süd-Ost-Niedersachsen der neonazistischen Kleinstpartei „Die Rechte“ mit einem eigenen Banner.
https://www.flickr.com/photos/presseservice_rathenow/40157625372/in/album-72157690331263572/
Quelle: https://www.flickr.com/photos/presseservice_rathenow/40190679561/in/album-72157690331263572/

Goslarer Nazis in Bulgarien

Am 17.02.2018 nahm der Goslarer Neonazi Joost Nolte zusammen mit anderen Anhängern der neonazistischen Kleinstpartei „Die Rechte“ sowie Anhängern der „Jungen Nationaldemokraten“ aus Braunschweig an einem rechten Fackelmarsch in der bulgarischen Hauptstadt Sofia teil. Bei dem seit 2003 jährlich stattfindenen Fackelmarsch gedenken bulgarische Neonazis dem ehemaligen bulgarischen Kriegsminister und Führer des antikommunistischen und ultranationalistischen „Bundes der Bulgarischen Nationalen Legionen“ Christo Lukow, welcher im Februar 1943 von kommunistischen Partisanen erschossen wurde.
Abseits der Demonstration legten Teilnehmer der deutschen Reisegruppe, darunter Joost Nolte, Blumen am Grab Lukows nieder. 
Weitere Fotos unter: https://www.flickr.com/photos/mikkelhansen/26453123468/in/album-72157663807684997/
Joost Nolte am Grab von Christo Lukow

Neonazikonzert in Lingen (Emsland)

Am Samstag den 24.02.2018 fand in Lingen im Landkreis Emsland ein Neonazikonzert mit rund 100 Anhängern der Neonaziszene statt. Darunter befanden sich auch die beiden Goslarer Nazis Joost Nolte und Christoph Moldehnke, welche die Veranstaltung nutzten, um mit einem Infostand für den „Tag der deutschen Zukunft“ in Goslar zu werben. 
Quelle: http://recherche-nord.com/gallery/2018.02.24.html

Rechte Aktivitäten nehmen wieder zu

Die jüngsten Besuche Goslarer Neonazis in Peine, Dresden, Sofia und Lingen, sowie auch die eigene Kundgebung in Vienenburg zeigen, dass die hiesige rechte Szene seit der Auflösung des „Kollektiv Nordharz“ und der daraus resultierenden Neugründung des „Großkreisverband Süd-Ost Niedersachsen“ der Kleinspartei „Die Rechte“ Anfang des Jahres wieder deutlich aktiver wird und sich zunehmend, auch international, zu vernetzen scheint. Auch im Goslarer Stadtbild tauchten in den vergangenen Wochen wieder vermehrt rechte Aufkleber und Plakate auf, welche größtenteils für den im Sommer in Goslar stattfindenden TDDZ („Tag der deutschen Zukunft“) werben.

Rechte Kundgebung in Vienenburg – Gegendemonstranten in der Überzahl

Nazikundgebung in Vienenburg

Am vergangenen Dienstag den 13.02. versammelten sich unter dem Motto „Ein Licht für Dresden“ ca. 30 Neonazis aus der Region. Bereits vor Beginn der Veranstaltung hielten sich mehrere Neonazis, darunter Florian Kaempf und Felix Wolf, im Umfeld beziehungsweise direkt im Bereich der Gegenkundgebung des Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus auf.
Im Vorfeld wurde die Veranstaltung als zweistündiger „Trauermarsch“ beworben – schlussendlich standen die Nazis jedoch nur rund 30 Minuten bei Temperaturen um den Nullpunkt in einem durch die Polizei mit Flatterband abgesperrten Bereich am Rande des Vienenburger Marktplatz.
Quelle: https://www.flickr.com/photos/afnpnds/albums/72157692620799574/with/26379434518/
Neben einem Transparent, welches Goslarer Nazis bereits einige Tage zuvor in Dresden mit sich führten, waren sie mit 2 Fackeln, einigen Grablichtern und Fahnen angereist.
Im Laufe der kurzen Veranstaltung hielten Joost Nolte aus Goslar und Jens Wilke aus Göttingen kurze Redebeiträge und immer wieder ertönten rechte Lieder bzw. melodramatische Filmmusik, welche jedoch zumeist unter den Rufen der rund 80 Gegendemonstranten untergingen.
Sowohl Wilke als auch Nolte thematisierten in ihren Reden die allierte Bombardierung Dresdens und verklärten diese in geschichtsrevisionistischer Manier.
Im Vorfeld der Versammlung wurde dem Hildesheimer Dieter Riefling untersagt, ebenfalls eine Rede abzuhalten, womit der Kreisverband Süd-Ost-Niedersachsen der Partei „Die Rechte“ die kurze Veranstaltungsdauer erklärte.
Stattdessen konzentrierte sich Riefling im Laufe der Kundgebung auf das Posten zahlreicher Tweets.
Quelle: https://www.flickr.com/photos/afnpnds/25380927527/in/album-72157692620799574/
Die Nazikundgebung wurde, wie bereits erwähnt, von ca. 80 Gegendemonstranten kritisch begleitet, welche es fast durchgehend schafften, mit verschiedenen Parolen die Reden der Nazis zu übertonen.
Unter den Teilnehmern der Nazikundgebung befanden sich u.a. Dieter Riefling, Carsten Dicty, Dominik Brandes, Benjamin Greune, Joost Nolte, Jan Derks, Martin Schüttpelz, Sebastian Weigler, Ulf Ringleb, Pierre Bauer und Jens Wilke.
Quelle: https://www.flickr.com/photos/afnpnds/25380888777/in/album-72157692620799574/

Rechte Provokationen nach Kundgebungsende

Zudem hielten sich zum Ende der Nazikundgebung Stefan Reisel und Tanja Schaer in unmittelbarer Nähe der Gegenkundgebung auf. Schaer und ihr Partner Reisel, welcher auf Facebook keinen Hehl aus seiner nationalsozialistischen Gesinnung macht, verließen nach einem kurzem Wortgefecht mit den Gegendemonstranten und einer kurzen Diskussion mit den anwesenden Polizisten den Vienenburger Marktplatz. Tanja Schaer war vor einigen Jahren an der Organisation der rechten Gruppierung „Goslar wehrt sich“ beteiligt und gründete vergangenes Jahr eine Facebookgruppe, sowie eine zugehörige Facebookseite unter dem Titel „Goslar wehrt sich 2.0“, auf welcher sie neben Beiträgen der Regionalpresse u.a. Beiträge der AfD und Goslarer Neonazis teilt.

Erstes Auftreten des neuen Kreisverbandes der Partei „Die Rechte“

Die Kundgebung in Vienenburg stellte zudem den ersten eigenständigen öffentlichen Auftritt des neugegründeten Kreisverbandes Süd-Ost-Niedersachsen der Partei „Die Rechte“ dar. Zuvor nahmen allerdings bereits einzelne Parteimitglieder an verschiedenen rechten Veranstaltungen teil, so zum Beispiel in Peine am 03.02. und in Dresden am 10.02.

Fotos der Kundgebung gibt es beim Antifaschistischen Nachrichtenportal und bei Recherche Nord:

Hakenkreuze und rechte Störaktion

 Hakenkreuze an jüdischen Gedenkstein in Seesen geschmiert
Am Freitag den 26.01.2018, kam es am frühen Nachmittag zwischen 13.10 und 15.30 Uhr in Seesen zu einer Sachbeschädigung am Gedenkstein für die ehemalige Synagoge in der Innenstadt. Ein oder mehrere Täter besprühten den Gedenkstein am Schulzentrum in der St.-Annen-Straße mit mehreren Hakenkreuzen in silbergrauer Farbe. Laut Polizei wird deshalb auf Grund der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung ermittelt.
In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Hakenkreuz-Schmierereien im Seesener Stadtgebiet und den angrenzenden Ortsteilen. So wurden 2014 Stromkästen, Autos und Wahlplakate in Seesen mit pinken Hakenkreuzen beschmiert. 
2016 wurden sowohl auf dem Vereinsgelände des FC Rhüden, als auch auf einem Haus in Ildehausen Hakenkreuze aufgesprüht, welches anschließend angezündet wurde. Zuvor hatte sich das Gerücht herumgesprochen, dass Asylsuchende dort Unterkunft finden sollten.
Der nun betroffene Gedenkstein in Seesen dient dem Gedenken an die frühere Synagoge und jüdische Gemeinde in der Stadt. So wurde 1810 von Israel Jacobson vor Ort der Jacobstempel gegründet – eine Synagoge, welche als die weltweit erste reformierte Synagoge des Judentums galt. Zudem befand sich in direkter Nachbarschaft der Synagoge ebenso eine zuvor von Jacobson eingerichtete jüdische Schule. Am 09. November 1938 wurde der Jacobstempel Opfer der Reichspogromnacht und brannte vollständig nieder. In derselben Nacht, in der die Seesener Synagoge brannte, wurde der Synagogenvorsteher Siegfried Nußbaum angeschossen und starb wenig später an den Folgen der Schussverletzung. Insgesamt wurden 22 in Seesen geborene Juden und 250 ehemalige Schüler der Jacobsonschule im Rahmen der Shoa ermordet.  
 
Quelle: http://www.xn--jdische-gemeinden-22b.de/images/seesen3.png
 
Rechte Störaktion und Kundgebung in Duderstadt
Am Samstag den 27.01.2018 kam es in den Abendstunden in Duderstadt zu einem Zwischenfall, bei denen Akteure der Goslarer Naziszene und der Volksbewegung Niedersachsen beziehungsweise Freundeskreis Niedersachsen/Thüringen involviert waren. Das Duderstädter „Bündnis gegen Rechts – Duderstadt bleibt bunt“ lud an diesem Abend zu einem Vortrag über den Umgang mit der AfD ein. Geladen war dazu Michael Schmelich, sozialpolitischer Sprecher der Grünen im Dresdener Stadtrat. Vor Beginn der Veranstaltung betrat ein knappes Dutzend Nazis den Vortragsraum in der örtlichen Volkshochschule. Laut eigener Aussage versuchten sie, mit den Anwesenden des Bündnisses zu diskutieren. Wie auf einigen verwackelten Handyfotos, welche auf den einschlägigen Social-Media-Seiten hochgeladen wurden, zu erkennen ist, versuchten die Nazis zudem an der Veranstaltung teilzunehmen und setzen sich in die Stuhlreihen des Veranstaltungsraums.
Anschließend meldete der Göttinger Jens Wilke eine Spontankundgebung an. Dass diese Kundgebung, im Gegensatz zur Darstellung der Rechtsradikalen, wohl eher weniger spontan war, zeigten unter anderem die eingesetzte Mikrofonanlage sowie das mitgeführte „Tag der deutschen Zukunft“-Banner. Die Kundgebung erreichte vermutlich nur wenige Menschen. Die hochgeladenen Fotos auf der Facebook Seite der „Volksbewegung Niedersachsen“ zeigen lediglich eine menschenleere Duderstädter Innenstadt. Unter den anwesenden Neonazis waren neben Jens Wilke auch Joost Nolte aus Goslar und Dominik Brandes aus Langelsheim. 
„Spontankundgebung“ der Rechten

Goslarer Neonazis gründen neuen Kreisverband der Partei „Die Rechte“

Wie der Internetpräsenz von „Die Rechte Niedersachsen“ zu entnehmen ist, gründete sich am Samstag den 06.01.18 in Bad Harzburg ein neuer „Großkreisverband Süd-Ost Niedersachsen“ der Kleinstpartei „Die Rechte“. Teil dieses neuen Kreisverbandes sind unter anderem die Goslarer Neonazis Joost Nolte und Jan Derks sowie der Ilsenburger Ulf Ringleb. Alle drei waren zuletzt Teil des neonazistischen „Kollektiv Nordharz“, welches sich nach eigener Aussage auf ihrer Homepage mittlerweile aufgelöst hat. Mit der Neugründung scheinen sie an den gescheiterten Harzer Ableger der rechten Partei anknöpfen zu wollen, welcher nach der Wahlpleite im März 2016 in der Versenkung verschwand. Ebenfalls auf dem Gründungsfoto des neuen Kreisverbandes zu sehen ist Holger Niemann aus der Region Lüneburg.

Zuletzt traten die Neonazis rund um das Kollektiv Nordharz nur noch sporadisch in der Öffentlichkeit auf. So führten sie am 16.12.17 zur Mobilisierung für den Tag der Deutschen Zukunft 2018 eine Aktion auf dem Weihnachtsmarkt in Goslar durch, bei der sie Süßigkeiten und Flyer verteilten. Zuvor versuchten sie erfolglos, eine Planungskonferenz des Bündnis gegen Rechts Goslar zu stören. Dabei verletzen sie einen anwesenden Fotografen und rannten bei ihrer Flucht vom Veranstaltungsgelände der Polizei in die Arme.

Weiterhin ist neben der Homepage des Kollektiv Nordharz auch die Facebook-Seite „Infoportal Nordharz“ offline. Jedoch hielt sich der Output auf dieser Seite in den letzten Wochen ebenfalls im Rahmen.

Abzuwarten bleibt, wie sich die aktuellen Entwicklungen auf die lokalen Nazistrukturen, sowie deren Mobilisierungspotenzial bezüglich des TDDZ 2018 auswirken. Für den 03.02. mobilisiert der neue „Die Rechte“-Kreisverband zu einer Infoveranstaltung in Sachsen-Anhalt. Das Rahmenprogramm lässt darauf schließen, dass es sich hierbei u.a. um einen Versuch handelt, das gescheiterte „Aktionswochenende“ zu wiederholen, welches das Kollektiv Nordharz Anfang August 2017 plante.

Nazis versuchen Konferenz gegen den TDDZ in Goslar zu stören

Am Samstag den 25.11.2017 fand im Berufsförderungswerk Goslar eine Planungskonferenz des Bündnis gegen Rechtsextremismus Goslar statt. Gegenstand der Konferenz war der vom Kollektiv Nordharz geplante „Tag der Deutschen Zukunft“ 2018 in Goslar, eine neonazistische Großdemonstration, welche in der Vergangenheit bereits bis zu 1000 TeilnehmerInnen anziehen konnte.

Als gegen 16:25 Uhr einige KonferenzteilnehmerInnen das Veranstaltungsgebäude verließen, betrat zeitgleich eine Gruppe von 11 teils vermummten Neonazis das Gelände. Diese hatten in der Nähe des Vereinsgeländes des Goslarer Sportclub geparkt und waren zu Fuß Richtung Berufsförderungswerk gegangenAls die Gruppe am Eingang des Gebäudes eintraf, wurde sie von mehreren MitgliederInnen des BgR Goslar zum Verlassen des Geländes aufgefordert. Dabei bedrängte der Ilsenburger Ulf Ringleb einen anwesenden Fotografen und schlug ihm mehrfach gegen den Arm. Der Braunschweiger JN-Aktivist Sebastian Weigler versuchte zudem, KonferenzteilnehmerInnen zu fotografieren. Als die Nazis damit konfrontiert wurden, dass die Polizei gerufen wurde und sich bereits auf dem Weg befinde, machten sie kehrt und versuchten schnellen Schrittes, das Gelände wieder zu verlassen.

Bereits nach knapp 200 Metern wurden die Rechtsradikalen dann in der Schützenallee von der Polizei abgefangen. Diese nahm die Personalien der 11-köpfigen Gruppe auf und erteilte ihnen mündliche Platzverweise. Unter den Nazis befanden sich vor allem Aktivisten des Kollektiv Nordharz und deren Umfeld, sowie von den Jungen Nationaldemokraten Braunschweig. Beteiligt waren u.a. Joost Nolte, Sebastian Weigler, Dominik Brandes, Eric Bosse, Florian Kaempf, Benjamin Greune, Julian „Julz“ Reineke, Ulf Ringleb und Felix Wolf.

Unweit der Veranstaltung wird die Gruppe von der Polizei abgefangen. Mitte: Jan Derks. Trotz des misslungenen Versuchs, die Konferenz des BgR zu stören (da diese beim Eintreffen der Nazis bereits offiziell beendet war), der planlosen Flucht und der Identitätsfeststellung durch die Polizei, versuchten die Nazis ihre Aktion im Nachgang als Erfolg zu verkaufen. So posteten sie noch am selben Abend auf der Facebook-Seite „Infoportal Nordharz“ unter den Hashtags #tddz und #goslarbleibtstabil eine Sammlung von verwackelten und unscharfen Fotos.

Fotos findet ihr auf dem Flickr-Profil von Marian Ramaswamyhttps://www.flickr.com/photos/mr_bildarchive/albums/72157690968720216

Kollektiv Nordharz in Dessau und Berlin


Am Donnerstag
, den 17.08.2017 versammelten sich Neonazis in Dessau-Roßlau zu einer Mahnwache anlässlich des 30. Todestages des verurteilten NSKriegsverbrechers Rudolf Heß. Darunter auch Aktivisten des Kollektiv Nordharz. Wenige Tage später, am Samstag, waren diese und weitere Neonazis aus der Region auch bei der Rudolf-Heß-Demonstration in Berlin zu sehen.

Hintergrund

Beide Veranstaltungen wurden anlässlich des 30. Todestags von Rudolf Heß organisiert. Heß war einer der Hauptakteurdes NS-Regimes. Er wurde 1933 zum Stellvertreter Hitlers und flog 1941 auf eigene Faust nach Großbritannien, um der britischen Regierung ein Friedensangebot zu machen, wobei er in Kriegsgefangenschaft genommen wurde. Heß wurde am 01. Oktober 1946 in Nürnberg zu lebenslanger Haft verurteilt.

Am 17. August 1987, im Alter von 93 Jahren, beging Heß im Kriegsverbrechergefängnis Spandau Selbstmord. Für Neonazis ist dieses Datum seitdem immer wieder ein Grund für Gedenkveranstaltungen. Um seinen Tod ranken sich zudem Verschwörungstheorien, da die britische Regierung die Akte Heß aufgrund von Sperrfristen nach wie vor unter Verschluss hält. Viele Neonazis sind deshalb der Überzeugung, dass Heß ermordert wurde.

Rudolf-Heß-Mahnwache in Dessau

Rund 30 Neonazis um die „Freien Nationalisten Dessau“ versammelten sich am Donnerstagabend in Dessau-Roßlau zu einer Rudold-Heß-MahnwacheUnter den TeilnehmerInnen der Mahnwache, welche überwiegend aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Niedersachsen angereist waren auch die Kollektiv Nordharz Aktivisten Sören Surdyk aus Langelsheim, Felix Wolf aus Salzgitter und Jan Derks aus Vienenburg sowie Ulf Ringleb.

v. links: Felix Wolf, Unbekannt, Jan Derks, Unbekannt (Presseservice RN)

Die Rechtsextremen brachten, neben den üblichen Reichsflaggen, Banner mit den Aufschriften „Rudolf Hess – Es war Mord“, „17.08.1987 Es war Mord! Schluss mit der Selbstmordlüge“ und „Gebt die Akten frei“ mit zur Kundgebung. Außerdem trugen einige TeilnehmerInnen T-Shirts mit dem Heß-Zitat „Ich bereue nichts“ (Schlusswort des Nürnberger Prozesses).

Rudolf-Heß-Gedenkmarsch in Berlin

v. links: Ulf Ringleb, Unbekannt, Timo Bödris, Christoph Moldehnke, Lasse Richei, Jan Derks, Joost Nolte (L. Beyer)

Wenige Tage später, am Samstag den 19.08., fand in Berlin-Spandau ein Gedenkmarsch für Rudolf Heß statt. Rund 800 Neonazis kamen zu der bundesweit beworbenen Demonstration, die am Bahnhof in Spandau startete. Mehr als 1000 GegendemonstrantInnen störten den Gedenkmarsch mit lautstarken Rufen und Blockaden, sodass dieser den früheren Standort des Kriegsverbrechergefängnis nicht erreichte.

Unter den DemonstrantInnen waren auch die Neonazis Dominik Brandes, Sören Surdyk, Jan Derks, Christoph Mohldenke, Joost Nolte, Felix Wolf und Florian Kaempf aus der Region Goslar. Zusammen mit den JNlern Lasse Richei und Timo Bödris aus Braunschweig, führten sie den Demonstrationszug an. Die Gruppe trug ein Banner mit dem Heß-Zitat „Ich bereue nichts“ durch die Straßen.

Rechts im Bild: Florian Kaempf und Sören Surdyk (Endstation R.)

Nachdem die Demonstration wieder zu ihrem Startpunkt am Spandauer Bahnhof zurückgekehrt war, hielten die Neonazis noch eine Kundgebung ab. Diese wurde ebenfalls von lautstarken Protesten erfolgreich gestört. Die Kundgebung wurde gegen 17 Uhr beendet und die Neonazis traten die Heimreise an.

 

Fotos:

Presseservice Rathenow

Lukas Beyer

Endstation Rechts